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Verräter im Revier Teil 1 - der menschliche Geruch

Verräter im Revier Teil 1 - der menschliche Geruch
©Christian Heinz
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Text: Christian Heinz

Einleitung

Die Sinnesleistungen von Tieren sind sehr oft denen des Menschen haushoch überlegen. Viele Tiere verfügen gar über Sinne, die wir überhaupt nicht entwickelt haben und uns so auch nur schwer vorstellen können, wie sie mit diesen Sinnen wahrnehmen. Wir haben nur eine abstrakte Idee dessen, wie eine Schlange mit ihrem Grubenorgan, ein Elefant mit seiner Vibrationssensorik, ein Meeresfisch mit seinem elektrischen Feld oder ein Zugvogel mithilfe des Erdmagnetismus ihre Umwelt „sehen“. Dieser Umstand hat mich als Jäger und Tierbewunderer schon immer fasziniert.

Dies ist der erste Teil einer Serie, in der ich mir ein paar dieser Sinne „auf´s Korn“ nehme und versuche, diese zu verstehen und dadurch Maßnahmen zu entwickeln, wie wir Jäger diese Sinne überlisten können.

©Christian Heinz | Die Geiß hat dank meiner aktiven Geruchstarnung trotz schlechtem Windes auf 18 Meter Entfernung keine Ahnung, dass ich sie mit der Kamera "geschossen" habe

Der Geruchssinn

Beim heimischen Schalenwild ist der wohl erste und dominante Sinn der Geruchssinn, welcher dem menschlichen Geruchssinn „meilenweit“ überlegen ist. Durch die Entwicklung weitreichender Feuerwaffen hat sich dieser Vorteil des Schalenwildes aber wieder ziemlich egalisiert.

Allerdings schwindet die Aussicht auf einen Erlegerbruch mit einer Annäherung an das Wild quasi zum Quadrat und in der absoluten Nahdistanz unter 40 Meter darf sich der Jäger in olfaktorischer Hinsicht nicht mehr den kleinsten Fehler erlauben. Wie aber kann der Jäger auf so kurze Distanzen trotzdem „unter dem Radar“ des Schalenwildes bleiben, wenn der Wind ungünstig steht?

Schalenwild zählt zu den sogenannten Makrosmatikern und verfügt über 280 bis 320 Millionen Geruchszellen. Das Geruchszentrum im Gehirn nimmt relational einen weitaus größeren Bereich ein als im Vergleich beim Menschen. Ein Schweißhund verfügt über etwa 220 Millionen Geruchszellen und der Mensch als Mikrosmatiker über nur 8 bis 10 Millionen. Somit ist Schalenwild höchstwahrscheinlich in der Lage eine genaue Geruchslandkarte zu zeichnen und kleinste Veränderungen wahrzunehmen. Wie unsere Jagdhunde können sie "Richtung" riechen und somit feststellen, von wo eine Spur kommt und wohin sich der Verursacher entfernt hat. Je nach Standzeit verändert sich der Geruch aufgrund sich zersetzender Mikroorganismen und Bakterien und somit kann Wild wahrscheinlich auch eine zeitliche Komponente hinzufügen.

©Christian Heinz | ein Bayerischer Gebirgsschweißhund (BGS) verfügt über etwa 220 Millionen Geruchszellen

Für den Jäger gibt es prinzipiell drei Ansätze seine geruchliche Präsenz zu verschleiern.

Den menschlichen Geruch eliminieren

Gleich vorweg, es ist meines Wissens nach unmöglich, den menschlichen Geruch völlig zum Verschwinden zu bringen, aber auch nicht notwendig! Ihn so weit zu reduzieren, dass er auf eine gewisse Distanz nicht mehr bemerkbar oder so verdünnt daherkommt, dass das Wild nicht beunruhigt wird, ist schon ausreichend. In unserer urban geprägten Welt Mitteleuropas ist der Geruch der Zivilisation und des Menschen, speziell in der Nähe von Ansiedlungen omnipräsent und das Wild somit an ein Grund Level gewöhnt.

Die Industrie hat in den letzten Jahrzehnten eine riesige Palette an antibakteriellen Beschichtungen und geruchseliminierenden Membranen für Jagdkleidung auf Basis Aktivkohle, Silber und Aluminium entwickelt. Ebenso eine Unzahl von Flüssigkeiten, Deos, sowie spezielle Waschmittel zur Geruchsminimierung.

Was es für uns Menschen so schwierig macht vorab herauszufinden, welche dieser heilsbringenden Werbebotschaften nun auch halten, was sie versprechen ist die Tatsache, dass wir es eben selbst nicht riechen können. In der Jägerschaft gibt es Nonbeliever und Beliver dieser Technologie.

Verschiedene Versuche von Scott Bestul, dem Whitetail-Papst und Redakteur des Outdoor Magazins Field & Stream mit ausgebildeten Polizeihunden im Boxtest haben dabei folgende Ergebnisse erbracht.

Die Hunde hatten die Jäger mit und ohne diese spezielle Membrane in der Kleidung gleich schnell aufgespürt. Auch geruchseliminierende Sprays und alte Hausmittel wie Backsoda oder Gummistiefel halfen laut seinem Bericht gar nicht. Etwas mehr Zeit brauchten die Hunde bei intensiven Deckgerüchen. Nach dem Einsatz eines akkubetriebenen Apparates, der eine Ozonschutzglocke über den Menschen legt, waren sie deutlich verunsichert und brauchten im Vergleich doppelt so lange. Gefunden wurden die Probanden aber trotzdem.

Allerdings waren die Hunde direkt auf Tuchfühlung mit den zu findenden Personen, was keiner jagdlichen Situation entspricht und meines Wissens wurde nicht dokumentiert, wie konsequent die Geruchstarnung angewandt wurde (weiter hinten im Artikel mehr dazu!).

Der mittlerweile leider verstorbene Chris Eberhart, ehemalige Chefredakteur von Hunter´s Path und Autor vieler Fachbücher zum Thema Jagd war da ganz anderer Meinung. In unzähligen Beispielen und sogar Videos, bei denen er sich mit dem Wind bis auf wenige Meter an Wild annähert, beweist er, dass konsequente Geruchstarnung für den Jäger funktioniert.

©Christian Heinz | geruchseliminierende Flüssigkeiten

Den menschlichen Geruch zu überdecken

Dies kann mit Sexualduftstoffen, Nahrungsduftstoffen oder anderen, intensiven Gerüchen passieren. Sexualduftstoffe funktionieren in der jeweiligen Brunft- oder Rauschzeit. Diese locken selektiv nur die männlichen Vertreter, welche aufgrund der ausgeschütteten Hormone ihre natürliche Vorsicht verlieren und nur auf den verlockenden Duft fixiert sind. Erprobte Lockmethoden sind beispielsweise einen Lappen in Reh Urin zu tränken, wenn dieses in Hitze ist und hoch in einen Baum zu hängen. Dieser Trick lässt den Bock nicht zielgenau auf den Punkt zusteuern, sondern lässt ihn suchend langsam ziehen. Aber wer hat dieses spezielle Wässerchen schon auf Vorrat zur Hand? Ebenso hilft es den Fegebaum des Nachbarbocks abzuschneiden und dem heimlichen Bock in den Wind zu stellen, sodass er aus der Deckung kommt. So hat es mir jedenfalls ein befreundeter Berufsjäger erzählt. Der Rufjagdexperte Siegfried Erkinger taucht seine Kotze in den Brunftleck eines erlegten Hirsches, was ihm seiner Schilderung nach Erfolg bei der Jagd und Diskussionspotential mit seiner Frau beschert, wenn er sein Jagdutensil mit ins Haus bringt.

In unseren Breitengraden wird selten gezielt mit Duftstoffen von Futter gelockt was meist nur funktioniert, wenn es sich um einen besonderen Leckerbissen oder um eine sehr karge Zeit handelt. In den USA gibt es da ganz unorthodoxe Ansätze. So widmet beispielsweise Judd Cooney in seinem legendären Buch „The Bowhunters Field Manual“ ein ganzes Kapitel diesem Thema. Er experimentierte mit brennendem Honig, Lakritze für Bären und Duftstoffen wie „Wild Berry“, was seiner Aussage nach sehr gut bei Whitetailhirschen funktioniert. Wahrscheinlich ist es eine Mischung von Hunger und Neugier, die Wild dazu bringt auf solche Methoden zu reagieren.

©Christian Heinz | Jagdkleidung mit Aktivkohlemembrane, Ozongerät und geruchseliminierendem Spray

Mit Deckgerüchen haben schon unsere Altvorderen gearbeitet! Die Jagdkleidung wurde in den Pferdestall gehängt, diese roch dann zwar intensiv, aber eben nicht nach Mensch. Heute noch wird in Ungarn im Winter mit dem Pferdeschlitten oder vom Sattel aus gejagt. Auf anderen Kontinenten geht man teilweise sehr radikale Wege, in Afrika wird als Deckgeruch brennender Dung oder Diesel verwendet und in Amerika sogar Stinktiersekret. Die kommerzielle Palette an anderen Deckgerüchen, von Erde bis Tanne, ist groß. Wahrscheinlich ist bei der Jagd alles besser als nach Mensch zu riechen, denn laut der Schilderung eines befreundeten Berufsjägers roch er selbst schon nach dem Aufbruch der vielen Stücke, die er in kurzer Zeit zur Strecke gebracht hatte und das tarnte seine Anwesenheit ebenfalls.

Geruchstarnung für den Jäger

Was aber ist nun dem heimischen Jäger zu raten um eine adäquate Geruchstarnung zu gewährleisten? Natürlich – die beste Tarnung ist nicht in den Wind der Beute zu kommen! Darauf komme ich etwas später nochmals zu sprechen. Trotzdem ist es kein Fehler manche einfachen Regeln zur Geruchstarnung zu beachten.

Einer der wichtigsten Punkte ist die Lagerung der Jagdbekleidung und Ausrüstung. Da die meisten von uns keinen Pferdestall zur Verfügung haben empfiehlt sich zumindest ein Raum, der kaum bis gar nicht von Menschen frequentiert wird, dafür zu adaptieren. Dazu kann ein trockener Kellerraum oder ein Schuppen verwendet werden. Wer so einen Raum nicht hat kann die Kleidung auch in einer luftdichten Tonne oder in Plastiksäcken ablegen. Als Deck Geruch hilft trockenes Gras oder Laub, dass mit eingepackt wird. Dieses muss ganz trocken sein um Schimmel zu verhindern. Unbehandelte Zirben Holzbretter als Fächer in den Kasten eingearbeitet, verleiht der Kleidung einen besonderen Duft. Das hilft auch gegen Motten.

@Christian Heinz | in einer abgedichteten Alu-Transportbox bewahre ich meine Jagdkleidung gemeinsam mit dem Ozongenerator auf

Ich (eigentlich meine Frau, vielen Dank an dieser Stelle mein Schatz!) wasche meine Jagdbekleidung immer extra, getrennt von der normalen Wäsche, und nehme dazu ein Bio Waschmittel, dass kein Parfüm, Geruchsstoffe oder Aufheller enthält. Einen Tag vor der Jagd nehme ich die Kleidung aus dem Schrank im Kellerraum und lege sie in eine luftdichte Transportkiste, es funktioniert auch mit einer normalen Plastik Kühlbox. Aus den USA habe ich mir einen Ozongenerator, etwas kleiner als ein Handy, besorgt und den gebe ich eingeschaltet in die Box bei und verschließe diese dann luftdicht. Die Kleidung transportiere ich in der Box und ziehe sie mir erst im Revier an. Mit einem Zwiebelschalensystem (mehrere dünne Lagen sind besser als eine dicke) und guter Funktionskleidung vermindere ich übermäßige Transpiration. Als Basislayer verwende ich zur kälteren Jahreszeit Merinowolle. Die entwickelt auch bei längeren Jagd Trips keine störenden Gerüche, wie das von so mancher billigen Kunsttextilie oder Baumwolle bekannt ist. Es gibt mittlerweile schon sehr gute, reine Kunstfasern mit denselben Eigenschaften wie Merinowolle, nur leichter und resistenter gegen Risse.

Bei meinen oft ausgedehnten Ansitzen verwende ich eine Urinflasche um keine verräterischen Duftmarken zu hinterlassen.

Konsequenz und das richtige Maß

Geruchstarnung mit Kleidung funktioniert nur, wenn möglichst alle Körperpartien davon bedeckt sind, das bedeutet speziell die Haare, die sehr intensiv riechen, und auch der Mund und die Nase. Dazu nutze ich eine Art Mundschutz mit Aktivkohlepartikel den ich abstreife, kurz bevor ich meinen Bogen zum Schuss spanne.

An dieser Stelle möchte ich nochmals anmerken, dass ich meist mit dem Bogen (wo das erlaubt ist) jage und die Distanz für einen weidmännischen Schuss zwischen 15 bis 25 Meter beträgt. Mit der Feuerwaffe ist weniger Aufwand in der Geruchstarnung meist ausreichend.

Vor dem Schüsseltrieb wechsle ich wieder die Kleidung und packe sie zurück in die luftdichte Box mit dem Ozongerät. Meine Jagdstiefel habe ich früher, wenn ich Sie nicht getragen habe, mit Maiskörnern bedeckt. Mittlerweile habe ich mir geruchsabsorbierende Säckchen mit Aktivkohle besorgt. Selbst verzichte ich bei der Körperpflege vor der Jagd auf Rasierwasser und Shampoos. Als Mittel der Wahl benutze ich Allergikerseife ohne Zusatzstoffe. Je nach Jagd experimentiere ich manchmal mit Maggi, Buchenholzteer und Anis als Deck- und Lockgeruch. Geruchseliminierende Membranen mit Aktivkohle in meiner Kleidung nutze ich oft für die Ansitzjagd.

©Christian Heinz | früher habe ich meine Jagdschuhe in Mais "gebadet", heute verwende ich Säckchen mit Aktivkohlefüllung

Am wichtigsten aber ist, dass das Prozedere der aktiven Geruchstarnung so einfach wie möglich gehalten wird, da man es sonst, nach vielleicht anfänglicher Euphorie, dieses als zu beschwerlich wahrnimmt und darauf verzichtet. Ebenso muss sie wirklich konsequent und strukturiert angewandt werden, nur die Kleidung zu behandeln und dann den Rucksack aus dem Raucherzimmer zu nehmen ist sinnlos. Aktivkohlemembranen müssen übrigens immer wieder im Wäschetrockner bei 60 Grad Celsius aktiviert werden, da sich die Partikel mit Geruchsstoffen füllen und dann nicht mehr arbeiten.

Jagen mit Ozon

Für mich ist dieses Jagdutensil, ein Ozon produzierendes Gerät, selbst bei der Büchsenjagd nicht mehr wegzudenken! Noch gibt es nicht sehr viele Hersteller für jagdlich taugliche Geräte und in unseren Breiten ist diese Methode kaum bekannt. Ozon wird dazu verwendet recht intensive Gerüche aus Gaststätten oder Leichenwagen zu eliminieren. Ebenso findet diese Methode Anwendung in modernen Wäschereien.

Das Gerät wird über dem Jäger, am besten in Richtung Wind aufgehängt und verströmt so einen geruchlichen Schutzmantel über die Ausdünstungen des Jägers. Riecht man selbst das Ozon, hängt das Gerät auf der falschen Seite. Das Wild stört sich nicht am Geruch von Ozon und kommt sehr vertraut heran, speziell gegen den Wind. Selbst das leise, gleichmäßige Summen des eingebauten Ventilators bringt es nicht aus der Ruhe. In vielen Situationen hat mir Ozon jagdlichen Erfolg beschert, wo ich früher als Schneider nach Hause gegangen bin.

Allerdings hatte ich auch schon öfter den einen oder anderen erfahrenen Schwarzkittel, der mich bei küselndem Wind trotz Ozoneinsatz mit einem Mark durchdringendem Blasen bestätigt hatte. Ein Allheilmittel ist also auch das nicht.

©Christian Heinz

Die effektivste Methode der Geruchstarnung

Ist sicherlich den menschlichen Geruch erst gar nicht zum bejagten Wild kommen zu lassen! Dazu muss ich mein Revier genau kennen. Ein guter Anfang ist sich eine Wind-App am Handy zu installieren, da bekommt man recht genau im Voraus die Hauptwindrichtung, hilfreich besonders dann, wenn man auf unbekannten Terrain weidwerkt. Aber auch im heimischen Revier kann so der Ansitz oder die Pirsch vorab geplant werden. Trotzdem macht es Sinn im eigenen Revier eine Windlandkarte zu zeichnen und diese über die Karte mit den bekannten Einständen des Wildes zu legen. Ihr werdet überrascht sein wie der Wind, je nach Geländeform, Sonnenstand und Tageszeit teilweise auch innerhalb kleinster Areale wechselt, regelrecht um die Ecke wehen kann. Mit Seifenblasen oder Talkumpulver mache ich den jeweiligen Wind in unmittelbarer Umgebung für mich sichtbar.

@Christian Heinz | Revierkarte mit den typischen Windrichtungen zu verschiedenen Tageszeiten

Am stabilsten ist der Wind dabei immer entlang von Wasserläufen. Sonnenbeschienene Hänge zieht er meist hinauf, im Schatten geht es in die andere Richtung. Abbrüche oder freie Flächen beim Ansitz im Rücken verhindern, dass der Jäger von erfahrenem Wild umschlagen werden kann. In Kesseln sammeln sich Geruchsstoffe und an Waldkanten verwirbeln Windwalzen diese. Mit diesen Erkenntnissen können der Ansitz und der dahin führende Pirschweg geplant werden. Vor die Kanzel, dort wo ich austretendes Wild erhoffe, hänge ich Windbenzel auf um gleich zu sehen, ob es lohnt an diesem Tag dort sitzen zu bleiben oder den Stand zu wechseln.

@Martin Schmidt | Prüfen des Windes mit Talkumpulver

Erfahrenes Wild umschlägt bekannte Ansitze gerne, da hilft auch der Ansitzwechsel nicht sondern erst zur Kirrung zu kommen, wenn sie schon da sind und vertraut äsen oder brechen! Mit einem Bewegungsmelder in der Kirrtrommel oder einer Wildkamera mit SMS Funktion ist man immer im Bilde. Der begeisterte Sauenjäger Floris Weber beispielsweise empfiehlt die Sauen abzupassen, wenn sie wieder vom Brechen, meist in der Früh und mit dem Wind, wieder in den Einstand zurück wechseln.

©Christian Heinz | Windbenzel aus Geschenkband in der Schusszone zeigen mir den Wind vor Ort an

Fazit

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass Geruchstarnung anstrengend, vielfältig und mit Aufwand verbunden ist. So schwierig macht sie es uns, weil wir mit unserem eigenen Riechorgan nicht prüfen können, ob unsere Bemühungen auch fruchteten. Durch die überlegte Auswahl und Behandlung von Jagdkleidung, von Tarnmitteln und der angepassten Jagdmethode kann der unglaubliche Geruchssinn unserer Beute aber überlistet werden.

Da Wind hot ned passt!“ war bis zum Lesen dieses Artikels eine beliebte Ausrede bei jagdlichem Misserfolg von so Manchem. Von nun an sollte es heißen: „Ich habe nicht die richtige Tarnmethode zur Verschleierung meines Geruchs gefunden“ – was dir, lieber Leser aber auch die Möglichkeit bietet es beim Nächsten Mal besser zu machen und nicht ein hilfloses Opfer der Elemente zu sein.

©Christian Heinz

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